|
Die Chronik des CDU-Gemeindeverbands
Niefern-Öschelbronn
Ausgangssituation
Die Gemeinden Niefern und Öschelbronn hatten in den letzten Wochen des Zweiten Weltkrieges noch sehr unter den Kämpfen zwischen den vorrückenden alliierten Truppen und der zurückweichenden deutschen Wehrmacht zu leiden. Die Enz bildete mehrere Tage die Frontlinie, da sich deutsche Truppen in Niefern verschanzt hatten. Vor allem der Artilleriebeschuss zerstörte mehrere Wohnhäuser im Ort und beschädigte zahlreiche andere. Nach der Einnahme von Niefern durch Marokkaner unter französischer Flagge kam es zu zahlreichen Übergriffen gegenüber der deutschen Zivilbevölkerung. Außerdem waren nach dem Bombenangriff viele Pforzheimer Überlebende in Niefern bei Verwandten oder Bekannten untergekommen. Andere waren von den Behörden in bestehende Wohnungen in Niefern eingewiesen worden. Ähnlich war es im damaligen Öschelbronn, das aber relativ unbeschadet die letzten Kriegswochen überstand. Auch dort waren viele Flüchtlinge untergekommen.
Nach Kriegsende hatte die Bevölkerung unter drakonischer Zwangswirtschaft zu leiden. Die französischen Alliierten hatten als ersten Nachkriegsbürgermeister den Kommunisten Fecht eingesetzt, der vom 21. Juli 1945 bis zum 31. März 1946 im Amt war. Die Bürger mussten ihre Radios abgeben, andere Holz oder Betten. Die Empörung der Menschen war groß, der Ruf nach einem qualifizierten Gemeindeoberhaupt wurden immer lauter.
CDU-Gründung
Darum beratschlagten in der Silvesternacht 1945 zwei Männer in der Küche des Hauses Zeppelinstr. 5 im Nieferner Vorort, wie sie mit der Gründung einer christlich demokratischen Partei in Niefern die unhaltbaren Zustände im Rathaus beenden könnten. Die beiden Männer waren Oberingenieur Peter Siegel, dort wohnhaft, und der Pforzheimer Schmuckwarenfabrikant Otto Lauer, damaliger Repräsentant der Christdemokraten in der Goldstadt. Es dauerte dann nur noch drei Monate, bis Bürgermeister Fahlbusch ins Rathaus einzog. CDU-Gründer Siegel wurde 1956 mit der Konrad-Adenauer-Medaille ausgezeichnet. Er verstarb im Januar 1981.
Die Vorsitzenden des Gemeindeverbands seit 1945
Werner Goll 1945 – 1978
Fritz Britsch 1978 – 1981
Rainer Luppold 1981 – 1983
Jürgen Reich 1983 – 1996
Michael Calin 1996 – 1998
Stefan Adam 1998 – März 2009
Viktoria Schmid März 2009 - heute
|